Am 23. und 24.05. 2015 fand in der niederländischen Gemeinde Nieuweschans, in der Autobahnraststätte „Poort van Groningen“, vielleicht die erste gemeinsame Ausstellung der Ikebana-Schülerinnen der Ikenobộ-Schule der VHS Groningen und den Ikebana-Schülerinnen der Ohara-Schule der VHS Oldenburg und Leer statt. Initiatorin war die Niederländerin Frau Gonnie Wind. Sie ist Meisterin der Ikenobộ -Schule und hatte vor 15 Jahren, als sich das neue Jahrtausend auf den Weg machte, ein Zahlenspiel auf dem Kalender entdeckt. Im Januar 2001 gab es auf dem Kalender das Datum „20.01. 2001“, war das nicht ein Grund, ein besonderes Fest zu feiern? Sie suchte nach einem außergewöhnlichen Ausstellungsort und fand in Bad Nieuweschans die alte „Remise“, um Ikebana erstmals in einem großen, historischen Raum zeigen zu können. Sie war begeistert von der Idee, jeweils am 20.02. 2002, 20.03.2003, also jeweils einen Monat später im Jahr, mit dem entsprechenden Pflanzenmaterial, eine Ikebana-Ausstellung an einem besonderen Ort zu zeigen. Ganz konnte ihr Plan nicht eingehalten werden, 2015 fand nun das „Ereignis“ zum 5. Mal statt. Die Niederlande und Deutschland sind durch den Wegfall der Grenze seit dem Schengener Abkommen enger zusammengerückt, mit gegenseitigen Besuchen, gemeinsamen Hochschulveranstaltungen und Studiengängen, Städtepartnerschaft und Promotiedagen in Groningen. Sieht man doch in der Adventszeit auch Groninger Polizisten mit Deutschen Kollegen in der Oldenburger Innenstadt auf Streife gehen.

Frau Gonnie Wind nahm Kontakt zur VHS Oldenburg und Leer auf und lernte Christine Hamer kennen. Frau Christine Hamer war langjährige Schülerin der Ikebana Meisterin Frau Hildja Wittig und unterrichtet jetzt selbst als Ikebana Meisterin der Ohara-Schule in Oldenburg und Leer. Frau Gonnie Wind ist „Docente“ in Nieuweschans, hat einen großen Garten und unterrichtet ihre Schüler zu Hause.

Beide Meisterinnen beschlossen, mit ihren Schülerinnen zusammen das Jahreszeitenprojekt neu zu konzipieren und weiterzuführen. Herr Joshua Wind, Gonnies Sohn, kam als künstlerischer Berater dazu. Er ist auch der Hersteller der wunderbaren Sockel, Ständer und Tischchen, auf denen die Kunstwerke präsentiert wurden. Liebhaber konnten sie am Ende der Ausstellung erwerben.

Hat man die Autobahn-Raststätte „Poort van Groningen“, erreicht, gelangt man nach dem Eintreten rechter Hand durch einen kurzen Gang, zu einem geräumigen Tagungsraum. Alle Erwartungen werden übertroffen. Mit viel Ästhetik sind die Arrangements auf den Podesten wie schwebend angeordnet. Sie strahlen „gelassene Heiterkeit“ aus, manche auch „Erhabenheit“, „Würde“, „Schönheit“ oder wie Gonnie Wind uns vor dem Löwenzahn-Ikebana erläutert: “eine Blume, die sonst mit Füßen getreten wird, steht hier wie eine Königin“. Dieser Pfingstausflug wird uns in schöner Erinnerung bleiben, die Fotos können nur einen Bruchteil des Gesehenen wiedergeben.

(Die Rechte für die Fotos liegen bei den Fotografen.)

Unsere Empfehlung: im Juni dieses Jahres den Besuch dieser Ausstellung vormerken.

Martina Hoffmann

Niederländisch-Deutsche Ikebana-Ausstellung Pfingsten 2015
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